Feuchtigkeit: Im Extremfall vollständige Mietkürzung

Bei Beeinträchtigungen der Wohnqualität durch Feuchtigkeit sind verschiedene Mietminderungen denkbar. Bei vollständiger Durchfeuchtung der Mietwohnung ist diese als unbewohnbar einzustufen, weshalb die Miete komplett gemindert werden kann. Hochwasserschäden, die den Teppichboden in Mitleidenschaft ziehen oder Sandablagerungen zurücklassen, berechtigen zu einem Nachlass von 80 %. Derselbe Minderungssatz kann bei Schäden durch Schimmel angesetzt werden. Sofern die Nässe nur an der Decke, etwa durchtropfen, oder am Fußboden festzustellen ist, kann der Mieter noch die Hälfte der Miete einbehalten. Zu entsprechenden Urteilen kamen das AG Friedberg, das AG Leverkusen und das LG Berlin.

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