Mietfläche / Wohnfläche

Vertraglich vereinbarte Mietfläche gilt. Mit Urteil vom 23.05.2007 hat der BGH entschieden, dass für die Berechnung des Mietpreises grundsätzlich die vertraglich vereinbarte Wohnfläche maßgeblich ist und nicht die tatsächliche. Im konkreten Fall war die Mietfläche im Vertrag mit 121,49 qm angegeben worden. Da diese tatsächlich 131,80 qm betrug, hatte der Vermieter den Mieter aufgefordert, einer Mietzinserhöhung entsprechend dieser Flächenabweichung zuzustimmen. Der Mieter lehnte dies ab. Zu Recht, meint der BGH. Für den BGH war entscheidungsmaßgeblich, dass eine vertraglich bestimmte Wohnflächengröße nicht nur eine unverbindliche Objektbeschreibung darstellt, sondern eine rechtsverbindliche Vereinbarung über die Beschaffenheit der Wohnung. Die davon abweichende tatsächliche Wohnungsgröße sei jedenfalls dann nicht maßgebend, wenn die Wohnflächenabweichung nicht mehr als 10% betrage.

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