Mietausfallwagnis

Die Vermieter von Wohnungen, die mit öffentlichen Geldern gefördert wurden, den sog. Sozialwohnungen, dürfen nur eine Kostenmiete verlangen. Unter einer Kostenmiete versteht man einen Mietzins, mit dem gerade so die Kosten für die Wohnung gedeckt werden können. Die Berechnung der Miete von Sozialwohnungen kann also nicht nach der ortsüblichen Vergleichsmiete erfolgen. Einrechnen darf der Vermieter in die Kostenmiete allerdings das sog. Mietausfallwagnis. Hierbei handelt es sich um einen Betrag von zwei Prozent der Jahresmiete, die für das Risiko, dass die Wohnung ja auch leer stehen könnte, stehen. Durch das Mietausfallwagnis sollen auch die Kosten gedeckt werden, die dem Vermieter entstehen, wenn ein Mieter seiner Verpflichtung zur Zahlung der monatlichen Miete nicht nachkommt. Die gesetzliche Grundlage für das Mietausfallwagnis bildet die „Verordnung über wohnungswirtschaftliche Berechnungen, kurz BVO 2. Der Vermieter hat zudem die Möglichkeit, ein Umlageausfallwagnis zu berechnen. Hierbei darf es sich höchsten um zwei Prozent der jährlichen Betriebskosten handeln.

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