Makler – Zwei Monatsmieten Provision, Maklertätigkeit, Erfolgshonorar, Courtage, Maklerprovision

Zwei Monatsmieten, kalt, also ohne Nebenkostenvorauszahlungen, aber zuzüglich Mehrwertsteuer, darf ein Makler als Provision verlangen. Das ist die absolute Obergrenze. Um die Provision zu verdienen, müssen mindestens drei Voraussetzungen erfüllt sein:

Wohnungssuchender und Makler müssen einen Vertrag – schriftlich oder mündlich – geschlossen haben, in dem die Maklertätigkeit und die Provision festgelegt werden. Im Streitfall muss der Makler beweisen, dass der Anspruch auf die Provision vereinbart wurde.

Die Maklerprovision ist eine Art Erfolgshonorar. Der Wohnungssuchende muss sie nur zahlen, wenn es auch tatsächlich zum Abschluss eines Mietvertrages gekommen ist.

Dieser Mietvertrag muss durch die Vermittlung oder aufgrund des Nachweises des Maklers abgeschlossen worden sein. Als Nachweis reicht es aus, wenn der Makler dem Wohnungsinteressenten eine Adresse nennt, unter der er eine Wohnung bekommt. Von einer Vermittlung spricht man, wenn der Makler die Mieträume zeigt, einen Besichtigungstermin durchführt usw.

Entscheidend ist, dass die Maklertätigkeit ursächlich für den Abschluss des Mietvertrages geworden ist. Auch wenn alle drei Voraussetzungen erfüllt sind, besteht kein Anspruch auf Maklerprovision, wenn der Makler gleichzeitig Eigentümer, Verwalter, Mieter oder Vermieter der Wohnung ist oder wenn Wohnungsvermittler auf der einen und Eigentümer, Verwalter oder Vermieter der Wohnung auf der anderen Seite rechtlich und wirtschaftlich eng verflochten sind.

So hat der Makler auch dann keinen Provisionsanspruch, wenn nicht er selbst, sondern sein Gehilfe die vermittelte Wohnung verwaltet (BGH III ZR 5/03). Auch wenn eine GmbH als Immobilienmaklerin auftritt, deren Geschäftsführerin Eigentümerin der Mietwohnung ist, dann kann sie keine Maklerprovision verlangen (BGH III ZR 41/03).

Dagegen hat der Verwalter einer Wohnungseigentumsanlage (WEG-Verwalter) Anspruch auf eine Maklerprovision, wenn er eine Wohnung aus der Anlage vermittelt oder einem Interessenten nachgewiesen hat (BGH III ZR 299/02).

Unter das „Provisionsverbot“ des Wohnungsvermittlungsgesetzes fällt nur der Verwalter der einzelnen Eigentümerwohnung, nicht der Verwalter des gemeinschaftlichen Eigentums.

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