Heizkostenverteiler

Der Heizkostenverteiler dient dazu, die verbrauchsabhängigen Heizkosten der einzelnen Mietparteien zu ermitteln. Der Gesetzgeber verpflichtet den Vermieter, den Gesamtverbrauch auf die einzelnen Mietparteien aufzuschlüsseln, was unter anderem mittels eines Heizkostenverteilers geschehen kann. Außerdem dürfen nur 50 – 70 % der Heizkosten nach dem Verbrauch berechnet werden, der Rest ergibt sich aus der Fläche der jeweiligen Wohnung.

Der Vermieter ist darüber hinaus verpflichtet, sich das Einverständnis der Mietergesellschaft einzuholen, wenn er die Heizkosten mit elektronischen Instrumenten erfassen möchte. Diese sind zwar sehr genau, aber auch teurer. Dieser Anschaffung muss die Mehrheit der Mieter zustimmen. Die Frist für den Widerspruch beträgt einen Monat. Der Heizkostenverteiler muss zudem vor Beginn des Abrechnungszeitraums installiert werden, ansonsten darf die verbrauchsabhängige Erfassung erst mit Beginn des neuen Abrechnungszeitraums beginnen.

Die günstigere Alternative eines Heizkostenverteilers funktioniert nach dem Prinzip der Verdunstung. Hierbei werden die Heizkostenverteiler mit einer Flüssigkeit befüllt und am Heizkörper angebracht. Je nach Heizungswärme verdunstet diese Flüssigkeit und spiegelt somit den tatsächlichen Verbrauch. Um eventueller Verdunstung vorzubeugen, die nicht unmittelbar durch das Heizen verursacht wird, wird der Heizkostenverteiler zu Beginn etwas über den Nullstrich befüllt. Der Mieter muss der Ablesefirma den Zutritt zur Wohnung ermöglichen, nachdem der Termin mindestens eine Woche im Voraus per Aushang angekündigt werden muss. Hierbei hat der Mieter das Recht, einen Ersatztermin zu benennen, sofern er an diesem Tag verhindert sein sollte.

Oft kommt es vor, dass der anhand der Messstriche abgelesene Verbrauch nicht mit dem in der Heizkostenabrechnung aufgeführten Wert übereinstimmt. In diesen Fällen sollte umgehend reklamiert werden, da es sich um einen Fehler handeln könnte. Eine andere Möglichkeit ist, dass die Heizkostenverteiler eine einheitliche Skalierung haben und der Verbrauch in der Heizkostenabrechnung bereits auf die Heizkörpergröße umgerechnet wurde. Sollte dies der Fall sein, so muss in der Heizkostenabrechnung auf die Umrechnung verwiesen werden.

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