Grundsteuer II

Die Grundsteuer B, die für wohnlich genutzte Fläche ausschlaggebend ist, kann vom Vermieter im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf alle Mietparteien umgelegt werden. Bei Miethäusern, in denen außer der wohnlichen Nutzung auch noch eine gewerbliche Nutzung einiger Einheiten vorliegt, müssen die Betriebskosten getrennt nach der für gewerbliche Nutzung anfallenden Grundsteuer und Grundsteuer B abgerechnet werden.

Für die Berechnung der Grundsteuer B sind drei Faktoren maßgebend. Diese Faktoren sind der Einheitswert, die Steuermesszahl sowie der Steuerhebesatz.

Der Einheitswert ergibt sich aus Daten, die sich auf das Mietobjekt direkt beziehen. Hierzu zählen nutzbare Fläche, Bauart, Baujahr und ähnliche Merkmale. Über die Höhe des jeweiligen Einheitswerts ergeht ein Bescheid vom örtlich zuständigen Finanzamt.

Bei der Festlegung der Steuermesszahl kommt es darauf an, ob es sich um ein Einfamilienhaus (2,6 oder 3,5 Promille), ein Zweifamilienhaus (3,1 Promille) oder eine sonstige Immobilie (3,5 Promille) handelt. Der entsprechende Anteil vom Einheitswert ergibt dann die jeweilige Steuermesszahl eines Objekts.

Der Steuerhebesatz wird von jeder Gemeinde oder Stadt gesondert festgelegt. In kleineren Orten oder Gemeinden liegt er bei etwa 250 – 350, in großen Städten kann er durchaus bei 700 oder höher liegen. Ein Steuerhebesatz von 700 besagt, dass der 7-fache Betrag der Steuermesszahl als Grundsteuer B zu bezahlen ist.

Mieter haben grundsätzlich das Recht die Abrechnungsunterlagen zur Grundsteuer B zu überprüfen, insbesondere dann wenn die Differenz zum Vorjahr besonders hoch ist. Hierzu zählen der Bescheid des Finanzamtes über die Höhe des Einheitswertes sowie ein Bescheid über den für das betreffende Kalenderjahr gültigen Steuerhebesatz.

Beitrag bewerten