Fenster

In vielen Mietwohnungen sind die Fenster immer wieder ein Grund, für einen Streit zwischen Mieter und Vermieter. Besonders wenn es sich um ältere Fenster handelt, sind diese oftmals nicht gut genug isoliert und auch um die Dichte ist es nicht immer gut bestellt. So zieht es an allen Ecken und Enden, was nicht nur die Heizkosten in die Höhe treibt, sondern auch für Bildung von Feuchtigkeitsschäden verantwortlich ist. Inzwischen gibt es zu diesem Thema sehr viele verschiedene Urteile, wie das vom Amtsgericht Schöneberg vom 8. Oktober 1997 (Az: 7 C 284/97). Das Gericht sah es in dem konkreten Fall für angemessen an, eine Mietminderung von 20 Prozent vorzunehmen, da hier undichte Fenster in Wohn- und Schlafzimmern viele Feuchtigkeitsschäden (Schimmel) verursachten. Die Minderung gilt aber nur für Mietzahlungen in der Zukunft, bis der Mangel durch den Vermieter behoben ist. Eine rückwirkende Mietminderung, also die Rückforderung der Miete, die bereits in der Vergangenheit gezahlt wurde, ist nur dann rechtens, wenn die Miete in dieser Zeit unter Vorbehalt der Rückforderung erfolgt ist. Dabei ist es nicht ausreichend, nur anzukündigen, dass der Mieter die Miete mindern wird, so das Amtsgericht Gotha in einem Urteil vom 24. März 2003 (Az: 2 C 116/02). Sofern dem Mieter die Ursache des Mangels jedoch nicht von vorneherein bekannt ist, so kommt dennoch möglicherweise eine rückwirkende Mietminderung in Betracht.

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