Fahrstuhl – Kosten

In Miethäusern in denen ein Fahrstuhl betrieben wird, können die hierfür anfallenden Betriebskosten vom Vermieter teilweise auf alle Mietparteien umgelegt werden. Umzulegende Kosten sind beispielsweise Kosten für Wartung, TÜV, Energieverbrauch und Pflege des Fahrstuhls bzw. der dazugehörigen Technik. Kosten für Reparaturen können dagegen nicht umgelegt werden.

Sollte der Fahrstuhl dauerhaft außer Betrieb sein, so haben Mieter in den oberen Stockwerken unter Umständen einen Anspruch auf Mietminderung. Diese kann bis zu 10 % betragen, muss jedoch immer für den jeweiligen Einzelfall geprüft werden. In Fällen, in denen der Fahrstuhl auch durch Gewerbetreibende genutzt wird, muss zusätzlich ein bestimmter Gewerbeanteil abgezogen werden.

Bei Mietern, die eine Wohnung im Erdgeschoss haben und den Aufzug nachweislich nicht nutzen, kann der Anteil für den Aufzug im Mietpreis entfallen. Eine entsprechende Regelung muss allerdings im Mietvertrag geregelt werden, sie gilt nicht automatisch. Der Vermieter ist verpflichtet, seinen Mietern auf Verlangen Einblick in die Abrechnung über die Betriebskosten des Aufzugs zu gewähren, wenn berechtigte Zweifel an der Richtigkeit angebracht werden können.

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