Eigentumswohnung

Von einer Eigentumswohnung spricht man, wenn sich diese als eine von mehreren Wohnungen in einem Mehrfamilienhaus befindet. Diese Konstellation wurde erst 1951 mit der Einführung des Wohneigentumsgesetzes (WEG) ermöglicht, das den bisher gültigen § 94 des BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) erweiterte.

Dieser Paragraph sah seit 1900 vor, dass alle Gebäude automatisch zum Besitz des Grundstückeigentümers gehören auf dessen Grund sie stehen. Durch die Neuregelung konnten die Besitzrechte an einem Gebäude aufgeteilt werden. Jedem Wohnungsbesitzer stand es somit frei, seine Eigentumswohnung selbst zu nutzen oder diese zu vermieten.

Über die genauen Details dieser Regelung gibt der § 1, Absatz 2,3 und 5 WEG Auskunft. Der Gesetzgeber schreibt weiterhin die Aufstellung einer Hausordnung vor, sobald ein Wohngebäude von mehr als einer Partei für Wohnzwecke genutzt wird. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Eigentumswohnungen teilweise oder komplett vermietet sind.

Für die Aufstellung der Hausordnung ist die Eigentümergemeinschaft verantwortlich. Die Mietverträge werden völlig unabhängig voneinander nur zwischen den jeweiligen Wohnungseigentümern und deren Mietern geschlossen und sind daher nicht allgemein für alle Mietparteien des betreffenden Wohnhauses verbindlich.

Ein Sonderkündigungsrecht besteht bei Eigentumswohnungen, genauso wie bei Miethäusern, immer dann, wenn die Wohnung für den Eigenbedarf des Eigentümers benötigt wird.

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