Doormann

Ob die Kosten für die Beschäftigung eines Doormans oder sonstigen Wachpersonals im Rahmen der Betriebskostenabrechnung auf die Mieterschaft umgelegt werden können, wird im Gesetzestext nicht eindeutig geregelt. Dieser Frage kommt jedoch vor allem in Gebieten mit einer besonders hohen Kriminalitätsrate eine besondere Bedeutung zu.

Die meisten Gerichte lassen eine Abwälzung auf die Mieterschaft zu, knüpfen diese Zustimmung jedoch an einige Bedingungen. Zunächst einmal sind die Kosten für einen Doorman als sonstige Betriebskosten zu bewerten, auf die im Mietvertrag hingewiesen werden muss. Eine weitere, viel wichtigere Bedingung, ist die Notwendigkeit eines Wachdienstes. In einer eher ländlich geprägten Gegend, in der es nur alle Jubeljahre zu einem Einbruch oder vergleichbaren Delikten kommt, die den Hausfrieden bedrohen können, wird ein Doorman eher nicht umlagefähig sein.

Der Vermieter hat jedoch auch die Möglichkeit den Doorman mit weiteren, hauswartähnlichen Aufgaben zu betrauen. In diesen Fällen werden die Gerichte eine Umlagefähigkeit eher bejahen.

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