Dachlawinen: Keine Haftung des Hauseigentümers

Schäden, die im Winter durch herabstürzende Dachlawinen verursacht werden, fallen nach Ansicht des Amtsgerichts Frankfurt nicht in den Haftungsbereich des Hauseigentümers. Eine Mieterin scheiterte mit ihrer Klage auf Schadensersatz, nachdem ihr vor dem Haus geparktes Auto von einer Dachlawine beschädigt wurde.

Die Frau vertrat die Meinung, dass es Sache des Vermieters gewesen wäre, das Hausdach räumen zu lassen oder zumindest ein Warnschild vor dem Haus zu platzieren. Dieser Meinung schlossen sich die Frankfurter Richter jedoch nicht an und stuften Dachlawinen als eine Form der höheren Gewalt ein. Dem Vermieter könne demnach nicht der Vorwurf der mangelnden Verkehrssicherung gemacht werden, weshalb die Klägerin bzw. deren Kfz-Versicherung den entstandenen Schaden selbst tragen müsse (Amtsgericht Frankfurt, 32 C 1289/97-84).

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